eHealth Modellversuch Regio Basel/Lörrach
Warum ein eHealth Modellversuch in der Region Nordwestschweiz?
"Der Kanton Basel-Stadt zählt mit der Region Nordwestschweiz rund 1 Million Einwohner. Das Gesundheitswesen ist geprägt durch viele Akteure und grenzüberschreitende Patientenströme. Der Patient in der Region nimmt die Grenzen nicht wahr. Mit dem eHealth Modellversuch will man Nutzen zum Patienten bringen: "Die richtigen Daten zur richtigen Zeit am richtigen Ort". Damit können medizinische Entscheide besser gefällt werden und Mehrfachuntersuchungen lassen sich minimieren.
Mit dem virtuellen Patienendossier nach den Empfehlungen "Standards und Architektur" von eHealth Suisse wird unser Gesundheitswesen effizienter und sicherer, da alle relevanten Patienten-Informationen für die Ärzte und andere Health Professionals zur Verfügung stehen werden."
Jan Zbinden, eHealth Verantwortlicher, Gesundheitsdepartement des Kantons Basel Stadt.

- Eine Standardlösung für Basel: Die Basler Lösung besteht mehrheitlich aus IBM-IHE-Standardkomponenten (IHE: Integrating the Healthcare Entreprise), die in Frankreich, Kanada sowie Dänemark im Einsatz sind. Damit wird die Gesamtlösung deutlich kostengünstiger als vergleichbare Lösungen. IHE als Standard, der auch in der EU vorangetrieben wird, sorgt für Kompatibilität.
- Der Master-Patient-Index (MPI): Der MPI sorgt dafür, dass jeder Patient eineindeutig identifiziert werden kann. Der MPI von IBM Initiate ist mit einem Automatisierungsgrad von aktuell ca. 99% äussert pflegeleicht und damit können massiv Kosten eingespart werden.
- Der IHE Consumer: Mit unserem IHE Consumer wird dem Healthprofessional das virtuelle Dossier dargestellt. Der Consumer wird in die vorhandene Software Welt (Arztpraxissoftware, Spitalsoftware) integriert werden.
- Elektronische Prozesse: Die Prozesse eAnmeldung, eAustritt, eTermin, eRezept/eMedikation und eDatenaustausch (Labor/Röngten) stehen zusammen mit dem virtuellen Patientendossier zur Verfügung.
- Die Integration in die vorhandene Software-Welt: Die beiden partner H-Net AG (für Spitäler) und visionary AG (für die Ärzte) haben mittels Schnittstellen "eHealth" in die bestehenden Software Umgebungen der beteiligten Leistungserbringer integriert.
- Unsere Security: Sichere Zugänge zu Gesundheistdaten mittels eines speziellen Security-Frameworks gehören als fester Bestandteil zur Lösung. Der Patient bestimmt und die Sicherheit ist oberstes Gebot.
Falls Sie Einblick in das virtuelle Dossier erhalten möchten, wenden Sie sich an den Projektverantwortlichen, Jan Zbinden, jan.zbinden@bs.ch.
Für die Teilnahme am eRezept Projekt wenden Sie sich an die teilnehmenden Praxissoftware Firmen Triamun und Ärztekasse.
Für alle übrigen Prozesse (Arzt-Spital, Terminbuchungen für Patienten, Arzt-Arzt) wenden Sie sich an contact@visionary.ch
Hinweis: Die Prozesse für die Teilnahme am Modellversuch werden in naher Zukunft vereinheitlicht werden.
Die Prozesse und Funktionen des Modellversuchs können mittels Webservices Schnittstellen in die Praxissoftware eingebunden werden. Führende Praxissoftware Firmen haben die docbox der Swiss Medical Suite schon in die Praxissoftware integriert.
Die Schnittstellen und deren Beschreibungen werden den Praxissoftware Firmen von visionary AG/docbox kostenlos zur Verfügung gestellt.
Bitte wenden Sie sich für eine Schnittstellenbeschreibung an contact@visionary.ch
Das Virtuelle Dossier nach IHE
Die docbox gibt Einblick in das virtuelle Patientendossier
Mit einem docbox Account und der HPC (ab Herbst alternativ mit HIN) haben Sie Einblick in das virtuelle Patientendossier. Als Arzt sehen Sie alle Einträge, die Sie und andere Leistungerbringer über Ihren Patienten publiziert haben.
Sie können sogar Bilder aus Radiologiestudien in den PACS der angeschlossenen Spitäler anschauen. Hat Ihre Praxissoftware eine doxbox Integration machen dies alles direkt aus Ihrer Praxissoftware heraus.
"Virtuell" heisst das Patientendossier, weil die Daten dezentral in sogenannten "Repositories" gelagert werden.
Auch Sie als niedergelassener Arzt können selber Objekte, z.B. ein Überweisungsschreiben oder ein eRezept, im virtuellen Dossier publizieren.
Nur Berechtigte können die Daten einsehen und herunterladen. Für die Publikation von Objekten aus der Praxissoftware muss die Praxissoftware nicht 24 Stunden on-line sein.
Die Swiss Medical Suite bietet den Anschluss an ihre Lösung den Kantonen, Spitälern und Ärztenetzwerken an.
- Kantonsspital Bruderholz mit Radiologiedateneinsicht und Radiologieberichten
- Clara Spital Basel Stadt mit Radiologiedateneinsicht und Radiologieberichten
falls Sie als niedergelassener Arzt Einblick in das virtuelle Dossier erhalten möchten, setzen Sie sich mit dem Projektleiter des Modellversuchs Regio Basel Lörrach in Verbindung.
Telefon: 061 2053266
Die Liste wird laufend aktualisiert.
Das ePrescribing/eMedication Projekt
Im Rahmen des eHealth Modellversuchs Regio Basel wird auch ein Projekt ePrescribing/eMedication durchgeführt. Die elektronische Verordnung ist dabei der erste Schritt. Im Projekt bis jetzt vertreten sind die Swiss Medical Suite AG, die Ärztekasse, HCI Triamun, Galenicare, Medgate, PharmaSuisse und Ofac.
Seit Anfang 2012 ist das System nun produktiv, die ersten vier Apotheken und die erste Arztpraxis benützen das System! In den nächsten Wochen werden weitere Apotheken und v.a. Arztpraxen auf das System aufgeschaltet.
1. Der Arzt erstellt in der Praxissoftware ein eRezept. Alternativ kann er das Rezept aus der Praxissoftware heraus im Rezeptierungstool der Ärztekasse erstellen. Der Arzt wählt ob das Rezept elektronisch hinterlegt werden soll oder nicht.
2. Er druckt das Rezept aus, unterschreibt es und händigt es dem Patienten aus. Das Rezept ist gleichzeitig elektronisch im eRezept System hinterlegt worden.
3. Der Patient kann in jede beliebige Apotheke gehen.
4. Ist die Apotheke an eRezept System angeschlossen, bezieht der Apotheker die Daten mittels Scannen des auf dem Rezept aufgedruckten Barcodes.
Folgende Apotheken sind zur Zeit Teil des Versuchs eRezept:
Amavita Apotheke Stadthaus
Stadthausgasse 10, Telefon 058 851 32 17
Amavita Apotheke Drachencenter
Aeschenvorstadt 24, Telefon 058 851 32 58
Amavita Apotheke Rebgasse
Rebgasse 10, Telefon 058 851 32 14
Amavita Apotheke Central
Centralbahnplatz 13, Telefon 058 851 32 41
Es ist geplant, nach und nach weitere Apotheken aufzuschalten.
Wichtig: Der Patient kann sein Rezept selbstverständlich in jeder beliebeigen Apotheke einlösen.
Folgende Ziele sollen mit dem ePrescribing Projekts erreicht werden:
- Patientensicherheit dank Wegfall von Medienbrüchen
-
Grundlage für weitere Prozessschritte legen: Telemedizinischer Verschreibungsprozess für niedergelassene Ärzte und Call Centers, aktuelle Medikation im Patientendossier, Verfügbarkeit etc.
- An der Arzt/Patientenbeziehung ändert sich nichts, die Sicherheit Ihrer Patienten wird jedoch erhöht, dank dem Wegfall von Medienbrüchen
- Möglichkeit, weitere Funktionen wie Einsicht in das Patientendossier der angeschlossenen Spitäler und elektronische Anmeldung und Überweisung zu nutzen
- Vom Ausbau hin zur telemedizinschen Verschreibung profitieren („Verordnung am Telefon“)
- Ihr Feedback fliesst in die weitere Entwicklung des Projekts ein
Ihre Praxissoftware sollte an das eRezept System angeschlossen sein. Zur Zeit sind das TriaMed von Triamun und CB7 der Ärztekasse.
Ist Ihre Praxissoftware noch nicht angeschlossen, Sie möchten jedoch am Piloten teilnehmen, melden Sie uns den Namen Ihres Produkts mit einem e-Mail an contact@visionary.ch
Nein, es ist dem Patienten freigestellt in die Apotheke seiner Wahl zu gehen. Ist die Apotheke am eRezept System angeschlossen, erfolgt die Dateneingabe mittels Laserscan und damit schneller und sicherer.

Der Modellversuch Regio Nordwestschweiz kurz vorgestellt


